Produktinformationen

TROCKENRISSE = kein Reklamationsgrund

Holz ist ein Naturwerkstoff. Sein Aussehen und seine Eigenschaften wechseln nicht nur von Baumart zu Baumart, sondern auch nach Wuchsgebiet und Lage.

Bekanntlich schwindet Holz bei großer Trockenheit und quillt durch Feuchtigkeitseinfluss wieder auf. Hierdurch muss mit dem Auftreten von Trockenrissen, Maßveränderungen und Verwerfungen des Holzes gerechnet werden. Diese Verhalten ist dem natürlichen Werkstoff Holz zu eigen und kann von uns nur durch Verwendung von ausgesuchten Rohstoffen vermindert, nicht aber beseitigt werden.

Nach wochenlanger, extremer Trockenheit treten diese Probleme leider immer wieder auf, besonders bei Nadelhölzern, die einstielig geschnitten wurden. Um sicher zu stellen, dass möglichst allseitig das imprägnierbare Splintholz vorhanden ist, treten unter Umständen extreme Trockenrisse auf, die sogar weit über 15 mm breit sein können. – Dieses Verhalten ist unter der Vorgabe einer bestmöglichen Kesseldruckimprägnierung leider unumgänglich. Zunächst steht in vielen Fällen nur der erste optische Eindruck der Hölzer im Vordergrund, und hierbei wirken diese Risse sehr störend. Der Vorteil der optimalen Imprägnierung zeigt sich dann erst nachträglich in der besonderen Dauerhaftigkeit dieser Hölzer.

Wie für diese Art von Produkten die DIN 4074 festgelegt ist, sind für alle Güteklassen Trockenrisse grundsätzlich ohne Einschränkung zulässig, da die statischen Eigenschaften und die Festigkeit von Holz nicht negativ beeinflusst werden. Länge,Tiefe und Breite dieser Trockenrisse unterliegen nach dieser Norm keinerlei Beschränkungen.

Im Spielgerätebereich gelten gemäß Beiblatt 1 zur DIN EN 1176 ( Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren – Erläuterungen ) witterungsbedingte Trockenrisse in Holzbauteilen unabhängig von ihrer Breite nicht als “gefährliche Öffnungen im Sinne der Norm “ , da das Hängenbleiben von Fingern durch die Rissform nahezu ausgeschlossen ist.

Wir möchten betonen, dass es nicht möglich ist, bei dem natürlichen Werkstoff Holz auszuschließen, dass durch Witterungseinflüsse Schwundrisse und Verwerfungen auftreten können. Diese Erscheinungen treten verstärkt nach trockenem Sommerwetter auf und bilden sich bei entsprechendem Feuchteinfluss zumindest teilweise zurück. Zum Stillstand kommt dieses Verhalten nie, denn “ Holz arbeitet “.

Wir hoffen, dass anhand dieser Hintergrundinformationen klar gestellt werden konnte, dass es sich bei den beschriebenen “Fehlern” nicht wirklich um Mängel sondern vielmehr um unabdingbare Eigenschaften des Werkstoffes Holz handelt. Eine Reklamation im eigentlichen Sinne können wir hierdurch nicht begründet sehen und hoffen, dass die bestehende Unsicherheit über die ordnungsgemäße Qualität der Ware hiermit ausgeräumt werden konnte.